Die liebe und die freiheit

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Die Liebe Den Kindern! Gehe den Weg, den du geh'n mußt, ja, suche die Einsamkeit! - Ich bin hier und ich warte, dich ewig zu lieben bereit! Und gehst du ans Ende der Welt, die Liebe geht unsichtbar mit, sie nimmt dir niemals die Freiheit, sie sucht nicht nach eisernen Ketten, nicht Klebstoff und auch nicht Kitt! Aber Erinnerungsstützen am Wegrand wie Meilenstein', die dürfen und sollen sein! Gewohnheiten, zart aus dem Herzen, ein zartes Berühren der Hand, einen Kuß am Morgen, am Abend, die sind ein Heimfinde-Pfand! So geh nun die Wege Gottes und hüt' dich, mein lieber Gemahl, den Teufeln der Welt zu verfallen, sie bieten nur das, was bald schal! Und willst du auch bei ihnen hausen, die Träne hier werde zu Glas, eine Perle, die ich dir umhäng' durchbohrt wie mein Herze, das dich größerer Liebe ans Herz legt, wo die eig'ne erweist sich zu schwach: Geh mit Gott, mein Liebster, Sein Segen sei Unterschlupf dir und Dach! Es wird sich die Welt wohl teilen, als bräche sie mitten durch, wer die Liebe nicht will, muß sich eilen, zu stillen den höllischen Durst! Wer die Liebe sucht, der entfaltet eine Kraft, Gehilfe zu sein, und findet darin seinen Himmel: Gott ist ihm Brot und auch Wein! Und er teilt sie aus all den Armen, all denen, die ohne Zuhaus, er öffnet ihnen sein Herze, und Gott spricht - voll Liebe - daraus! Die Sonne geht auf im Osten, so wunderschön war sie noch nie, die Kinder bauen sich Hütten und fallen vor der Lieb' auf die Knie. Du hebst sie da auf, sagst: Das laß nur, aufrecht hab ich dich gern, sei der Liebe Sohn, sei ihr Tochter, sei Gehilfe Mir, leucht wie ein Stern! Friede Gretel, und Friede, dir, Daniel und allen Kindern Elisabeth Steffen 4. Juni 2008
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