Einsamkeit - tagtraum

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Ein Video zu einer Geschichte, nichts besonderes. Tagtraum Es ist Dienstag, 17:18 Uhr, und wahrscheinlich wieder einer der langweiligsten seiner Gattung. Ich sitze auf meinem Bett und versuche mich aufzuraffen endlich was zu tun, aber irgendwie scheint meine Stimmung eine Art Sumpf darzustellen, der jeden Gedanken der ein Schritt heraus sein könnte darin versinken lässt. Ich lege meinen Kopf auf die geballte Faust und fange an darüber zu philosophieren weshalb sich dieser Zustand genau jetzt einstellte... Ein Blick aus dem Fenster verrät mir, dass das Wetter nicht der Grund sein könnte.. es ist nämlich schön. Das wiederum wirft bei mir die Frage auf weshalb ich bei diesem Wetter alleine daheim sitze,.. hab ich denn keine Freunde? Oh Gott, ein Kaffee muss her, vielleicht stellt dieser ja eine gewisse Ablenkung dar. Also ab in die Küche. Kaffee gemacht. Kaffee getrunken. Fertig. Der gewünschte Effekt blieb leider aus. Mein Blick schweift also durchs Zimmer..Stereo Anlage läuft, Sämtliche Bücher sind gelesen.. Schulbücher,.. ....nein so langweilig ist mir dann doch nicht. Also philosophiere ich weiter, ich frage mich, wenn ich jetzt sterben würde, wie lang würde ich hier liegen bis mich jemand findet..?! Notiz an mich: Verdammt du brauchst Freunde. OK, ich lass meinen Blick erneut durchs Zimmer schweifen,.. diesmal bleib ich am Handy hängen. Selbst jemanden anrufen,.. Eigeninitiative starten oder Präventivschlag gegen die Melancholie.. Notiz an mich: Schreib nicht immer so pathetisch.. Gut, Telefonbuch, Toble Oble.. ja guter Kumpel,.. warum nich, es klingelt. Hi hier is Toby,.. Hi Toby sollen wi... ich bin grad leider nich zu erreichen aber wenn ihr wollt könnt ihr mir gerne auf die Mailbo... ooh Mann, und schon wieder bin ich darauf reingefallen.. Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass ich bereits 3h damit verbracht habe auf meinem Bett zu sitzen und vor mich hin zu philosophieren beziehungsweise mit diversen Mailboxstimmen Kontakt aufzunehmen versuchte.. Oh Gott, wenn man sich das so klar macht fühlt man sich irgendwie seltsam erniedrigt. Langsam überkommt mich das Gefühl, dass mir dieser Tag nichts mehr zu bieten hat.. Ich schaue auf die Uhr,.. 20:29 Uhr hm.. einschläfernde Musik und ein Bier, dann kann sogar ein 17 Jähriger um halb neun schlafen gehen.. wie erbärmlich denkt ein kleiner Restteil von mir..aber was solls.. Also, runter gehen Gerstensaft holen.. ... verdammt, Notiz an mich: Bier kaufen. Mit Alkohol lässt sich immer so schön melancholieren. Aber was solls,... Dann hau ich mich eben ohne C2H6O konsumiert zu haben aufs Ohr.. . Und wieder sei einer dieser Tage besiegt, die hoffentlich nicht im Gedächtnis bleiben.
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